Ihr wollt Euch einen neuen Skihelm kaufen? Helm ist nicht gleich Helm – Alexander Barth von Helmexpress.com hat Euch die wichtigsten Facts zum Skihelmkauf zusammengestellt

Skihelmarten

Die Begriffe Ski- und Snowboardhelme meinen das gleiche. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Voll- und Halbschalenhelmen. Beim Vollschalenhelm steht der Schutz des gesamten Kopfes, einschließlich der Kieferpartie im Vordergrund. Vollschalenhelme sind daher in ihrem Gewicht etwas schwerer. Der Halbschalenhelm schützt meistens nur den Kopfbereich, verfügt aber oft noch über einen textilen Ohr- und Nackenschutz gegen Kälte.
Etwas umfassender aus technischer Sicht sind Skihelme mit tiefer gezogenem Nackenschutz und zusätzlichen Ohrpolstern, wobei diese sich in Skihelme mit integriertem Klappvisier und Helme mit zusätzlich zu tragenden Skibrillen unterscheiden. Aber auch in Bezug auf die Visiere bestehen unterschiedliche Mechanismen und Befestigungstechniken. Den kompletten Rundumschutz bietet ein Vollvisierhelm oder Integralhelm beziehungsweise Klapphelm.

Material, Passform und Komfort

Für den Sicherheitsfaktor ist vor allem das Material ausschlaggebend. Grundsätzlich sollte die Helmschale aus robustem Kunststoff bestehen. Dieser ist dehnbar und dementsprechend bruchsicherer als andere Materialien. Auch die Polsterung spielt eine wichtige Rolle und sollte aus aufgeschäumten, aber stabilem Kunststoff bestehen. Ältere Modelle sind mit kleinen gepressten Styroporkugeln gefüllt. Diese Methode gilt jedoch als weniger sicher als die moderne Polsterung mit aufgeschäumten Kunststoffen. Ebenfalls zentral ist die Verarbeitung der Materialien. Denn alle Bauteile eines Snowboard- wie Skihelms dürfen keine Kanten oder scharfen Grate aufweisen.

Darüber hinaus ist die richtige Passform von entscheidender Bedeutung. Denn sitzt der Helm nur ein klein wenig zu locker oder zu stramm, kann der vermeintliche Schutzfaktor schnell ins Gegenteil kippen. Damit man entscheiden kann, ob der Helm auch richtig sitzt und passt, ist eine vorherige Anprobe unumgänglich. Die Polsterung sollte sich dabei angenehm an die Kopfform anschmiegen. Im Optimalfall kann die Polsterung sogar auch herausgenommen werden, so dass sie gewaschen werden kann.

Manche Hersteller wie z.B. Giro haben bei den Topmodellen (z.B. Range) ein adaptives Passform-System, dass sich an nahezu jede mit Kopfform anpassen lässt – ganz einfach per Drehknopf.

Giro Range

 

Neuartige Helmtechnologien

Ein Skihelm kann durch seine Materialien vor den Folgen eines Aufpralls schützen, aber auch durch den Einsatz bestimmter Technologien. Eine davon ist MIPS, die Buchstaben stehen für Multi Directional Impact Protection System, dass in Schweden entwickelt wurde. Dabei wird der Aufbau der Hirnschale simuliert, die das menschliche Gehirn durch eine Flüssigkeit in der Form schützt, dass auftretende Kräfte, wie etwa bei einem Sturz, abgeleitet werden. MIPS macht dies, indem sich unter der Außenschale des Skihelms eine zweite Schale befindet, die beweglich mit der Außenschale verbunden ist.
Neben dem erweiterten Schutz vor den Folgen eines Sturzes ist auch die Kommunikation ein immer wichtiger werdendes Thema auf der Skipiste. So finden sich immer mehr Skihelme, die über ein Bluetooth-System verfügen, das den kabellosen Anschluss an das Smartphone erlaubt und inzwischen werden sogar sogenannte Intercom-Systeme auf Bluetooth-Basis eingesetzt, die den direkten Sprachverkehr zwischen zwei Partnern erlauben. Ursprünglich für Motorradfahrer und deren Beifahrer gedacht, erlauben die Geräte inzwischen sogar Abstände von bis zu 800 m.

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HLMT 5 Pro von UVEX

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Downhill 2000 von UVEX

Skibrille muss zum Helm passen

Hat man sich für einen gut sitzenden Helm entschieden, steht die nächste Kaufentscheidung vor der Tür. Die richtige Ski- und Snowboardbrille muss ebenfalls passgenau mit dem Helm übereinstimmen. Denn auch wenn die Ski- wie Snowboardbrille nur ein klein wenig zu locker oder zu stramm sitzt, ist auch mit ihr kein optimaler Schutz geboten. Die Brille sollte ausreichend belüftet sein oder über ein Anti-Fog System verfügen, so dass sie nicht beschlägt. Die neuen Scheibentechnologien wie z.B. Prizm von Oakley oder die Transitions Scheiben Nike Vision sorgen dafür, dass sich die Scheibe an die verschiedenen Lichtverhältnisse automatisch anpasst und auch für bessere Kontraste sorgt.

Austausch ist Sicherheit

Ist der Helm durch einen Sturz beschädigt oder Unvorsichtigkeit beschädigt, gilt es über eine Neuanschaffung nachzudenken. Ein kaputter oder selbst angeknackster Helm stellt eine ebenso große Gefahr dar, als wenn man ohne Kopfschutz die Piste hinunter düst. Auch wenn ein Helm äußerlich vielleicht keine großen optischen Schäden aufweist, kann dessen Struktur durch einen Sturz oder das herabfallen auf harten Untergrund beschädigt sein. Dabei bestehen in der Stabilität große Unterschiede. Handelt es sich um eine Außenschale aus thermoplastischem Kunststoff oder um GFK beziehungsweise Kevlar? Der recht preisgünstige Kunststoff besitzt von allen drei Materialien die geringste Festigkeit und der Helm sollte ersetzt werden. GFK und Kevlar hingegen müssen nicht unbedingt stärker beschädigt sein. Wer sich nicht sicher ist, kann den Helm unter Umständen beim Hersteller überprüfen lassen, wobei die Kosten dafür im Verhältnis zum Anschaffungspreis stehen sollten. Die größte Sicherheit bietet natürlich immer ein neuer Helm.

 

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Grab 2.0 von ALPINA

Kinderhelm

Spezielle Kinderhelme schützen schon die kleinsten Köpfe. Vor allem weil Skihelmpflicht für Kids nicht nur obligatorisch sein sollte, sondern freiwillig. Der GRAP 2.0 JUNIOR von Alpina z.B. überzeugt durch die gleichen Pluspunkte wie die Erwachsenenvariante. Allen voran durch die INMOLD Technologie. Sie macht den Helm nicht nur extrem leicht, sondern bietet auch optimalen Schutz. Denn die Innen- und Außenschalen sind nicht nur punktuell verklebt, sondern vollständig miteinander „verbacken“. Praktisch für die Kinder ist auch das RUN SYSTEM. So können sie ganz einfach und ohne Hilfe die Größe des Skihelmes auf ihre Kopfgröße anpassen. Bevor die Kleinen heiße Ohren bekommen können sie die Ohrenpolster per Druckknopf vom Helm abtrennen (REMOVABLE EARPADS) – und ebenso leicht wieder andocken, wenn es wieder kalt wird.

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junior viso von UVEX

Manche Hersteller bieten auch Helme mit Visier an, wie z.B. Uvex mit dem junior visor oder der Carat Visor von Alpina. Diese Visierhelme zeichnen sich durch ihren hohen Tragekomfort aus. Kein Kratzen, keine drückende Skibrille und uneingeschränkte Sicht – insbesondere für Kinder, die auch auf der Piste auf eine Sehhilfe angewiesen sind.

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