Bockige Buckel, Cowboy-Crashes & jede Menge Traum-Lines: Warren Miller ruft! Es rockt und rollt: „Chasing Shadows“ läuft in den Kinos an – der mittlerweile 66. Warren Miller Film. Zu sehen gibt’s steile Lines, tanzende Roadtripperinnen, Affen, Elefanten und Boarder in Nepal und noch mehr steile Lines. Außerdem einiges an exotischem Material mit Buckelpisten-Action und coolen Cowboys auf Skiern – völlig ohne Skills, dafür mit umso mehr Gefahr (stay down!). Auch dabei: Freerider Øystein Aasheim aus Norwegen. Er ging mit Kaylin Richardson und Marcus Caston ins absolute Alaska-Abseits, um durch die Einsamkeit zu touren. Wir haben bei der Premiere mit ihm geratscht.

Das Gespräch führte: Sissi Pärsch

Sverre Hjørnevik

by Sverre Hjørnevik

Oystein, was bist Du denn für einer?
Norweger und Freerider. Ich komme aus Lemonsjøen – nicht gerade ein großer Ort mitten in der norwegischen Bergwelt. Und da lebe ich heute noch. Wenn ich nicht gerade rumreise.

Du bist ein klassischer Ski-Bum?
Ja, schon ein wenig. Mit dem Auto in die Alpen, sich einen coolen Spot und einen nicht zu schlechten Job suchen. Dann so viel Freeriden wie möglich…

Bis der Anruf kam und Du in Alaska und in Warren Miller gelandet bist…
Das war gewaltig. Ein Traum natürlich. Jeder sagt, Alaska ist unbeschreiblich – und das ist es tatsächlich. Alles ist eine Nummer größer, eine Nummer steiler, eine Nummer krasser. Und der Schnee…

Wohl anders als in der Heimat?
Ähm, ja. Wir haben eher die windverpresste Variante. Aber trotzdem eine absolute Freeride-Tradition. Wir haben 3.000 Einwohner, einen Schlepplift und zig Freerider.

 

 

 

Bist Du tatsächlich ein aufstiegsorientierter Backcountry-Boy?
Backcountry ja! Aber nicht wirklich der große Hiker. Ich will so viel fahren wie möglich und nicht so viel gehen wie möglich.

In Alaska wurde gehiked – aber auch viel gefahren. Geflasht?
Absolut. Nach zwei, drei Wochen Alaska bist du völlig fertig. Es ist alles so unglaublich intensiv. Ein Wahnsinn. Aber länger geht es echt nicht. Du musst dich dann erst einmal von diesem Dimensionen erholen – Körper wie Kopf.

Sonstige Schwierigkeiten in der Wildnis von Alaska?
Nein, die Bären haben geschlafen und wir hatten eine sensationelle Zeit. Unter anderem mit einer Nordlicht-Nacht, wie ich sie noch nie gesehen habe. Aber die Sache mit dem Klo…

Erzähl!
Du darfst in Alaska nichts hinterlassen außer Urin. Und weil man ja mehr raus lassen muss, gab’s den Eimer. Und der Inhalt wurde immer von dem Heli-Rookie abtransportiert. Ich glaub, das ist so eine Tradition.
Ein gewichtiger Grund Freerider zu werden und nicht Heli-Pilot!

Danke, Oystein und eine gute Saison!

Oystein© Sverre Hjørnevik

by Sverre Hjørnevik

Alle Termine der aktuellen Warren Miller Tour: www.skitheworld.de