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Drake Powderworks, kurz DPS, aus Salt Lake City hatte eine kleine Gruppe internationaler Journalisten nach Engelberg eingeladen um seine neuen Ski für die Saison 16/17 zu zeigen. DPS Marketingmann Erme Cattino, mit Frau Anna aus den USA angereist (natürlich schon ein paar Tage früher, um den Neuschnee zu verspuren), präsentierte uns also die neue Foundation-Linie.

Das Foundation-Chassis ersetzt die Hybrid-Palette und wurde von Grund auf neu designt. Idee von Stephan Drake ist, den DPS-Shape etwas preisgünstiger anzubieten und sich damit etwas breiter aufzustellen.

Als Material wählen die Amis Bambus im Bereich unter der Bindung, leichtes Pappelholz an Tip und Tail, dazu ein schmaler Streifen Carbon für die Steifigkeit und einen angeblich sehr robusten Belag. Die anderen Ski-Modelle von DPS haben deutlich mehr Carbon drin und sind dadurch teurer. Ab 799 US Dollar geht’s bei den Foundation-Modellen los, ein günstigerer Preis bedeutet auch: etwas höheres Gewicht.

Laut Erme Cattino haben die schwereren Ski einen Vorteil für schwerere Fahrer, der Ski soll satter liegen und einen breiteren Einsatzbereich besitzen. Mit dem Foundation-Chassis gibt es die Modelle Lotus 124, Wailer 112, 106 und 99, Cassiar 95 und 82, Yvette 112, Zelda 106, Nina 99 und Uschi 82.

Wir haben den Foundation Lotus 124 in 185 cm ausprobiert: Der breiteste Ski der Palette ist eigentlich als reine Powder-Waffe gedacht. Sein Shape mit 144/124/133 Millimetern und einem 23er Radius klingt vielversprechend (zumindest in einem „normal guten“ Winter). Jeder weiß, dass uns die Saison 15/16 nicht gerade verwöhnt. In Engelberg haben wir dennoch einige unverspurte Hänge gefunden.

IMG_8234Mit Tip und Tail Rocker sowie einer gewissen Vorspannung ist der Aufbau nicht außergewöhnlich. Beim Einschwingen auf der Piste wirkt der Lotus 124 etwas träge durch seine Breite. Kein Wunder. Im verspurten Terrain (und davon gibt es derzeit viel) muss man mit dem Ski arbeiten, kraftvoll fahren. Er lieg zwar satt, dreht aber nicht von selbst. Auch das verwundert nicht. Doch schon bei den ersten Turns im unverspurten Hang zeigt der Lotus seine Stärke. Sehr guter Auftrieb, stabile Lage im Schnee, vertrauenerweckende Laufruhe. Here we go!

Im letzten Abschnitt der Galtiberg-Variante geht es bei wenig Schnee durchs Gemüse, ständig zuckt man zusammen weil der Ski geräuschvollen Bodenkontakt hat. Der Check später zeigt: Der Belag weist nur wenige Wunden auf, das bestätigt die versprochene Widerstandsfähigkeit der Base.

Fazit: Die Foundation-Linie könnte wegen ihres Preisvorteils die Fangemeinde von DPS vergrößern. Schließlich schrecken die hohen Preise einige Kunden ab, die eigentlich mit Eigenschaften und Shape von DPS liebäugeln. Wir warten noch auf die Euro-Preise…

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Webseite

www.dpsskis.com/de

Schaut auch: www.powder-magazin.de/dps-shadow-campaign