Es sollte einer dieser ganz besonderen Tage werden. Es schneite heftig, es war kalt und für den nächsten Tag waren acht Sonnenstunden vorhergesagt. Spät abends stiegen wir mit Fellen auf bis zum Gipfel, schlugen dort unser Camp auf, damit wir früh Morgens sofort mit dem fotografieren starten konnten. Fotograf und Rider müssen dabei immer perfekt zusammen arbeiten, erst Recht wenn die Bedingungen derart perfekt sind. Oftmals hat man nur einen einzigen Versuch den Shot in den Kasten zu bringen, da ist Kommunikation das A und O.

Zusammen mit Philipp Müller bin ich den Großteil der Saison unterwegs, auf der Suche nach dem besten Powder und den schönsten Fotospots. Seit diesem Jahr nutzen wir die Funkgeräte von BCA um jeden Bildaufbau bis ins Detail durchzuplanen.

Auf den ersten Blick wirkt das BC Link sehr einfach, insgesamt gibt’s vier Knöpfe und zwei Drehrädchen am Headset. Nicht nur die Bedienung ist sehr übersichtlich, auch ist der Funk extrem robust gebaut. Für den Einsatz beim Freeriden also wirklich optimal.

bc link

Bevor der Funk zum ersten Mal benutzt wird, sollten die Kanäle konfiguriert werden, sodass am Headset nur noch ein Buchstabe von A-F eingestellt werden muss. Sobald also jemand anders auf der gleichen Frequenz funkt, wird einfach ein Buchstabe weiter gedreht. Einziges Manko an diesem System: Das Rädchen lässt sich sehr leicht verdrehen und verstellt sich somit ab und zu von selbst. Eine Arretierung wäre hier sinnvoll, da oftmals gecheckt werden muss ob der gewünschte Kanal noch eingestellt ist.

Insgesamt ein sehr einfaches, aber leistungsstarkes und zuverlässiges Funkgerät, das für den Einsatz beim Freeriden konzipiert ist. Selbstverständlich ist es auch mit allen gängigen Geräten kompatibel.

UPDATE:

Vor zwei Wochen schlugen wir für einige Tage ein Camp mitten in den Bergen auf. Das BC Link durfte dabei nicht fehlen und begeisterte uns aufs Neue. Über die Haltbarkeit und die Verwendung beim Fotografieren habe ich schon viel geschrieben, deshalb möchte ich noch auf zwei weitere Punkte eingehen.

Die Akkuleistung hat uns geradezu vom Hocker gehauen. Vier Tage haben wir bei kalten Temperaturen und feuchtem Wetter in den Bergen verbracht und gerade einmal die Hälfte der Akkukapazität verbraucht. Hier gibt’s also einen fetten Pluspunkt.

Zum anderen sind die Geräte nicht nur praktisch, sondern neben ABS oder AvaLung auch ein sinnvolles Safety Feature. In unübersichtlichem Gelände ist es bei einer heiklen Lawinenlage oftmals schwierig den Überblick zu behalten und somit unfallfrei eine sichere Route einzuschlagen. Wer mit dem Funkgerät während des Runs kommunizieren kann, hat weniger Schwierigkeiten die richtigen Entscheidungen in brenzligen Situationen zu treffen. Auch ist es möglich die Kollegen vor gefährlichen Geländeformen oder lawinengefährdeten Hängen zu warnen.

Inzwischen gehört das BC Link nicht nur beim Fotografieren zu unserer Standardausrüstung, auch bei anspruchsvollen Runs oder Schlechtwettertagen im Wald ist uns das kleine Gerät eine große Hilfe.

Features:

BC-Link Smart Mic:
8 PMR446 Frequenzen, 38 Unterfrequenzen (Europa)
22 FRS und GMRS Frequenzen, 121 Unterfrequenzen (Nordamerika)
optionale Verwendung voreingestellter Frequenzen
kompatibel mit allen Standard FRS/GMRS und PMR446 Funkgeräten
wasserdicht (nach IP56)
sichere Kabelverbindung und Krokodilklemme für Schulter- oder Bruststraps
Funktionen: An/Aus und Lautstärke, Frequenzwahl, Sprechtaste, Lautsprecher, Kopfhöreranschluss, Batterieanzeige
Abmessungen: 8,0 x 4,0 x 4,5 cm

BC-Link Base Unit:
aufladbarer, leistungsstarker 3,7 V Lithium-Ion-Akku
Betriebsdauer: selbst bei kalten Temperaturen bis zu vier Tage Standby
Befestigungsmöglichkeit für Gürtel oder Rucksack
Abmessungen: 6 x 5 x 15 cm
Gesamtgewicht (Base + Mic): 340 g Unverb.

empf. VK: 149,95 Euro (inkl. Akku, Ladekabel, Tasche, Befestigungsmöglichkeit)

Fotos und Text: Tim Marcour

http://www.backcountry.com/backcountry-access-bc-link